Friday, 20. July 2007

CASE 10 Arktis Expedition nach Spitzbergen

Die Expedition CASE 10 der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ist in vollem Gange und die Tage sind gefüllt mit den alltäglichen Aufgaben des Camplebens und der Forschungsarbeit im Gelände.

Solange das Wetter mitspielt, startet der Helikopter morgens gegen 09:00 Uhr und bringt die Wissenschaftler in ihre Arbeitsgebiete. Orte, die man ohne diese logistische Unterstützung nur schwer erreichen würde. Anstatt einiger Stunden würden die Untersuchungen einzelner Aufschlüsse dann Tage oder gar Wochen in Anspruch nehmen, so wie es zu früheren Zeiten einmal gewesen ist.

 

Kann der Helikopter einmal nicht fliegen, stehen zwei Schlauchboote als Transportmittel zur Verfügung. Gerade in den küstennahen Regionen kommen sie oft zum Einsatz, genauso aber auch wenn die Zielgebiete der Forscher in geschützten Gebieten liegen und der Helikopter dort nicht landen darf. Naturschutz wird auf Svalbard groß geschrieben und durch die Mitarbeiter des Sysselmann, des Gouverneurs Spitzbergens überwacht.

Die Urtümlichkeit der Wildnis erleben die Teilnehmer der CASE 10 Expedition täglich, besonders aber wenn sie auf den König der Arktis, den Eisbären treffen.

 

So brachte eine Bärenmutter mit ihren zwei Jungen vor wenigen Tagen das Camp in Unruhe, als sie in den Morgenstunden aus sicherer Entfernung die bunten Zelte beobachteten. Ganz geheuer schienen ihnen die Fremdlinge nicht zu sein, denn sie kehrten uns schnell wieder den Rücken zu und verschwanden in der Weite Spitzbergens.

Trotzdem ein unglaubliches Erlebnis diese Tiere in der freien Wildbahn erleben zu dürfen.

Für die nächsten Tage soll das Wetter umschlagen und wir hoffen trotzdem weiter im Gelände arbeiten zu können. So langsam geht es schon wieder ans einpacken, denn die CASE 10 Expedition zieht ins nächste und letzte Camp der Saison, nach Kinnvika auf Nordaustlandet.

 

Fotos: Michael Trapp/ www.Realnature.tv


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